Etwa 1000 Fans waren dem Aufruf von FanRat Braunschweig e.V. und Eintracht Braunschweig am Donnerstag, 28. September gefolgt, um über die zukünftige Ausrichtung des Vereins zu diskutieren. Es kam im Anschluss zunächst zu bilateralen Gesprächen zwischen Vereinsführung und dem Vorstand des FanRat Braunschweig e.V., sowie Vertretern der Ultraszene, die u.a. dazu führten, dass die Ultras seit dem Heimspiel gegen Bochum ihren Support wieder aufgenommen haben. Nun lädt der FanRat Braunschweig e.V. alle Fans ein, sich im Rahmen eines offen FanParlaments am Freitag, 3. November (19 Uhr) im FanHaus zu dem Stand der Gespräche zu informieren und über das weitere Vorgehen zu beraten. Dabei besonders in Fokus: Der Ausbau des FanHaus-Umfelds zu einer Begegnungsstätte („Fanmeile“).

„Während der Fanversammlung hat sich gezeigt, dass viele Fans nach der Modernisierung des Stadions eine gewisse Heimatlosigkeit empfinden, die sich langfristig in einem Verlust des Eintracht-Gefühls widergespiegelt hat“, erklärt Michael Vieth, 1. Vorsitzender des FanRat Braunschweig e.V.. „Der Stadion- Ausbau war nötig, hat aber dazu geführt, dass es derzeit keinen zentralen Anlaufpunkt für Fans am Spieltag mehr gibt. Dies wollen wir durch den Aufbau einer Fanmeile ändern“, so Vieth weiter. Grundsätzlich angedacht ist dabei, die Fanmeile als soziokulturelle Begegnungsstätte zu planen, in der es neben dem obligatorischen Getränke- und Essensverkauf auch inhaltliche Programme am Spieltag geben kann. „Die genaue Ausgestaltung möchten wir mit den Fans am 3. November besprechen und anschließend diese Ideen dem Verein präsentieren. Gemeinsam schauen wir dann, was umsetzbar ist.“

Die jüngste Presseerklärung des Vereins, zukünftig zum Spieltagsbrunch des Fanprojekts wieder einen Bierausschank am FanHaus zu organisieren, wertet der FanRat Braunschweig e.V. als einen ersten Schritt in die richtige Richtung: „Gleichwohl darf dies nur eine Momentaufnahme sein, schließlich ist der Bierausschank am FanHaus eigentlich eine Selbstverständlichkeit“, betont Vieth. „Wir wünschen uns am FanHaus grundlegende Veränderungen, um den Fans langfristig eine Heimat zu geben. Dazu gehören aber auch ein Catering-Angebot nach dem Spiel, bauliche Veränderungen, Zuständigkeiten und die Frage, inwieweit ehrenamtliche Fan-Initiativen von der neuen Begegnungsstätte auch dank Spenden finanziell profitieren können. Diese Fragen sind noch nicht geklärt und müssen mit dem Verein in den folgenden Termine diskutiert werden.“

pdf Wie geht es weiter am FanHaus? FanRat Braunschweig e.V. lädt zu FanParlament am Freitag, 3. November ein