50+1, FanMeile und Kommunikation – erste Sitzung des FanParlaments im Jahr 2018 hat es in sich

Sorgen um die Zukunft der 50+1-Regel, der Planungsstand zur neuen „FanMeile“ und die weitere Verbesserung der Kommunikation zwischen Fans und Verein: Vielfältige wie wichtige Themen diskutierten die Eintracht-Fans während der ersten Sitzung des FanParlaments im Jahr 2018 am Dienstag, 20. Februar im FanHaus am Stadion.

Unter dem Eindruck der jüngsten Berichterstattungen um den Streit zwischen Hannover-Präsident Martin Kind und der Deutschen Fußball Liga (DFL) war die Zukunft der 50+1-Regel erwartungsgemäß eines der dominierenden Themen des Abends – die Fans selbst hatten zu Beginn der Veranstaltung die Agenda für das FanParlament bestimmt. Sorge bereitete ihnen dabei nicht nur, dass die 50+1-Regel, die die Übernahme von Fußballvereinen durch Investoren verhindern soll, grundsätzlich für rechtswidrig erklärt werden könnte, sondern auch die konkrete Situation in Braunschweig: „In seiner Stellungnahme hat Eintracht-Präsident Sebastian Ebel unterstrichen, dass die Mehrheit der Anteile der Kapitalgesellschaft in Vereinshänden bleiben soll. Das ist richtig und für die Fans ein zentrales Versprechen für die Zukunft unserer Eintracht“, erklärt FanRat-Sprecher Robin Koppelmann hierzu. „Offen bleibt für die Fans aber die Frage, ob Eintracht damit gleichzeitig auch ausschließt, prozentuale Anteile unterhalb der 49 Prozent-Grenze zu veräußern um beispiels-weise kurzfristig frisches Geld zu erlangen.“ Denn auch das, so der Eindruck des FanParlaments, würden die Fans überwiegend kritisch sehen. Der FanRat kündigte daher an, das Thema in den Verstetigten Dialog aufnehmen zu wollen und eine gesonderte Veranstaltung hierzu zu planen.

Gute Nachrichten gab es dagegen mit Blick auf die geplante FanMeile. „Die ersten Gespräche mit Eintracht-Vizepräsident Reiner Ottinger verliefen sehr vielversprechend“, berichtete Koppelmann. Geplant sei, nicht nur eine einfache Zeltlösung, sondern ein Multifunktionsgebäude zu errichten – unter Umständen in Zusammenarbeit mit dem Verein Eintracht Braunschweig. „Das wäre eine spannende Herausforderung, die viele neue Verbindungen ergeben könnte“, so Koppelmann.

Zuletzt gab es gleichermaßen Lob und Kritik für die jüngst angestrebte Verbesserung der Kommunikation zwischen Vereins und Fans. Während die Fans Aktionen wie die Einweihung des Gelenk-busses, das Angrillen und das Engagement für die mitgereisten Anhänger im Wintertrainingslager ausdrücklich lobten, gab es Kritik an der fehlenden Kommunikation um die Vertragsverlängerung  von Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt und zu den Inhalten der kostenpflichtigen Angebote von „Eintracht-TV“. Themen, die der FanRat in den nächsten Verstetigten Dialog einbringen möchte.

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Pressemitteilung: FanParlament zur geplanten FanMeile: Einen Ort schaffen, der langsam wächst und Identifikation ermöglicht

Mit dem Ziel, im Bereich rund um das FanHaus eine „FanMeile“ zu errichten, um den Eintracht-Fans am Spieltag hier wieder jene Heimat zu geben, die durch den Wegfall der Stadionkneipe verlorengegangen scheint, scheint der FanRat Braunschweig e.V. aus der großen Fanversammlung im September die richtigen Schlüsse gezogen zu haben: Über 60 Teilnehmer kamen am Freitag, 3. November zur jüngsten Sitzung des FanParlaments und diskutierten mit Michael Vieth (Vorsitzender des FanRat Braunschweig e.V.), Robin Koppelmann (Sprecher des FanRats), Karsten König (Fanprojekt Braunschweig) und Erik Lieberknecht (Eintracht-Fanbeauftragter) über die Ausgestaltung der möglichen FanMeile: „Das Ergebnis des Parlaments ist in doppelter Hinsicht erfreulich: Einerseits, weil viele Teilnehmer kamen, die erstmals bei einer Sitzung des FanParlaments dabei waren“, sagte Vieth im Anschluss. „Andererseits, weil wir in der über einstündigen Diskussion wertvolle Hinweise erhalten haben, die wir dem Verein im nächsten ‚Verstetigten Dialog’ am 29. November gerne unterbreiten werden. Ziel soll es dann auch sein, eine Arbeitsgruppe zur Planung der FanMeile zu gründen.“

Konkret kristallisierte sich bei den Fans der Wunsch nach einer authentischen und persönlichen Lösung heraus: „Wir wollen keinen Rummel oder eine zweite Rheingoldstraße, sondern eine Begegnungsstätte mit einem Mehrwert von Fans für Fans“, sagte ein Fan während der Sitzung. Baulich angedacht sei daher grundsätzlich eine anschaulich gestaltete Zeltlösung mit ausreichend Sitzgelegenheiten neben dem FanHaus, die je nach Witterungsbedingungen variabel geöffnet werden könnte. „Es gilt, vom Kleinen ins Große zu denken“, sagte ein anderer Fan. Wichtige Kernpunkte seien eine mobile Bühne, auf der es rund um den Spieltag ein kleines Programm (Interviews Verantwortliche / Spieler, Gästefanbetreuung, NLZ-Verantwortliche, Musikeinlagen) geben könnte. Auch infrastrukturelle Dinge wie zusätzliche Toiletteneinrichtungen und Catering (Getränke und Essen zu fanfreundlichen Preisen) seien wünschenswert.

Einigkeit herrschte unter den anwesenden Fans, dass die Eintracht-Fanlandschaft von der neuen FanMeile auch finanziell profitieren sollte: „Vorgeschlagen wurde, eine Art treuhändischen Fonds zu gründen, den gewählte Fanvertreter nach objektiven Kriterien verwalten und der durch prozentuale Anteile der Einnahmen aus der FanMeile gespeist wird“, erklärt der Vorsitzende Vieth hierzu. „Die Gelder könnten dann für Initiativen der Fanarbeit wie die Subvention von Auswärtsfahrten, Choreographien, die Fanzeitung ‚Der Rote Löwe’ oder sonstige soziale Projekte verwendet werden – und natürlich auch, um das Programm der FanMeile mit zu finanzieren.“ Denn schließlich, so sagte es ein anderer Fan während der Versammlung, würde die FanMeile umso besser angenommen werden, wenn die Fans wüssten, dass der dortige Umsatz eins-zu-eins der Förderung einer aktiven Eintracht-Fankultur zugute kommt.


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Protokoll FanParlament

Fanparlament vom 04.07.2017

Knapp 40 Fans und Interessierte fanden sich am Abend im FanHaus ein und diskutierten über diverse Themen und Fragen, die wir hier kurz aufführen möchten:

  • Kostenlose Busse zum Spiel in München:
    • Gibt es für die Fans, die Ihre Anreisen schon lange im Voraus geplant hatten einen Ausgleich, da diese nicht vom kostenlosen Busangebot profitieren konnten ?
    • Wertschätzung von treuen Fans, die die Mannschaft immer begleiten
  • Blocksperre Block 8 und 9: Was läuft das aktuelle Verfahren beim DFB und wie ist der weitere Ablauf bzw. das zu erwartende Zeitfenster ?
  • Dauerkarten-Verkauf: Ist ein Dauerkartenverkauf künftig auch im Fanshop in der Stadt möglich ?
  • Böller beim Relegationsrückspiel:
    • Es handelt sich um Einzeltäter, die keiner Gruppe zuzuordnen sind und die auch sonst nie in Erscheinung getreten sind.
    • Fans wünschen sich mehr Aufklärung vom Verein und keine pauschale Verurteilung ganzer Blöcke oder Gruppen
  • Einladung zum niedersächsischen Fangipfel: Ablehnung der Fanszenen und indirekter Zwang zum Erscheinen von Fanprojekt und Vereinsvertretern von Eintracht Braunschweig sowie Alternativen zum Fangipfel.
  • Soccercourt am FanHaus: Aktueller Stand (und Nutzungsmöglichkeiten)
  • Jägermeister-Edition im Fanshop: Warum werden weiße und orange Artikel angeboten, wenn man traditionell auf blau-gelb setzt ?
  • 50 Jahre Deutscher Meister: Fazit
FanParlament vom 25.04.2017

Auf mehrfachen Wunsch möchten wir hier nochmal die Themen der Sitzung vom 25.04.2017 mit ca. 60 Teilnehmern aufführen:

  • Busfahrt München
  • Beleidigende Plakate und die Auswirkungen: Wie sollte sich der Verein verhalten ?
  • Blocksperre: Frage nach Doppelbestrafung
  • Trainingsplatzvorkommnisse und erfolgte Entschuldigung der Ultras bei Spielern
  • Erhaltung der Flutlichtmasten: Ist durch die Lizensierungsauflagen eine Umstellung der Beleuchtung notwendig bzw. werden Flutlichtmasten zugunsten einer im Dach integrierten Beleuchtung geopfert?
  • Ausweichstadion: Spielt Magdeburg in Braunschweig?
  • Wappen am Stadion:
    • Ist ein Schriftzug „Eintracht Stadion“ und / oder ein Wappen auf dem Dach möglich?
    • Ist ein Schriftzug auf dem Kubus möglich ?
    • Auffrischung des Stadionvorplatzes durch Platzierung von „Kunst“
  • Materialkontrolle am Eingang Rheingoldstr. / Verbesserung der Situation
  • Dialog mit Fans
  • Öffnung der Stadiontore / der Zugänge zu den Blöcken

FanParlament am 04.07.2017

Hallo FanRat-Mitglieder, hallo Interessierte,

Ende April hatten wir das FanParlament reaktiviert. Es wurde sehr gut angenommen und sehr anregend und konstruktiv diskutiert. Jetzt möchten wir noch vor der neuen Saison mit Euch die nächste Runde einleiten und wieder offene Diskussionen zu Euren Themen führen.

Da wir die Problematik der drohenden Blocksperre und den Umgang mit den Dauerkartenbesitzern der betreffenden Blöcke als brennendes Thema sehen, haben wir auch unseren Fanbeauftragen Erik Lieberknecht zur Diskussion eingeladen.

Stattfinden wird das FanParlament am

Dienstag, den 04.07.2017 um 19:00 Uhr im FanHaus.

Notiert Euch den Termin. Ihr seid herzlich eingeladen, mit uns diesen Abend zu gestalten und die Themen, die Euch am Herzen liegen, offen anzusprechen. Robin Koppelmann wird wieder moderieren und durch den Abend führen.

Wir freuen uns auf Euch und die Diskussion mit Euch

Euer FanRat

FanParlament 25.04.2017

Rund 60 Interessierte Fans haben sich zur „Wiederbelebung“ des FanParlamentes im FanHaus eingefunden. Unter der Moderation von Robin Koppelmann wurden viele Themen angesprochen, die uns Fans auf dem Herzen liegen. Mit den Fanbeauftragten, dem FanRat und dem Fanprojekt waren zudem adequate Ansprechpartner anwesend, die viele Fragen beantworten konnten.

Dieses erste Treffen macht auf alle Fälle Lust auf mehr und es wird mit Sicherheit weitere FanParlamente geben.

 

Ergebnisse der großen FanParlaments-Sitzung

Umgang mit dem Spiel bei RB Leipzig: IN EINTRACHT vor Ort und beim Public Viewing in BS!

2014-07-23Fast 400 Fans und regionale und überregionale Medien waren dem Aufruf des FanRats gefolgt und debattierten in einer außerordentlichen FanParlamentssitzung über das Spiel unserer Eintracht bei RB Leipzig am 13. September 2014, für das die Ultra-Szene im Vorfeld zum Boykott aufgerufen hatte. Folgende Ergebnisse wurden im Business-Bereich des Eintracht-Stadions dabei erzielt und werden ab sofort umgesetzt:

  • Niemand wird zu einem Nicht-Besuch des Spiels gezwungen! Jeder kann nach seinem eigenen Gewissen entscheiden, ob er nach Leipzig fährt und das mit seinen Idealen vereinbaren kann. Wer fährt soll dem Produkt zeigen, was richtiger Support bedeutet!
  • Da es viele Fans für beide Positionen gibt, wird der 13. September folglich zum „Doppelspieltag“ – der jedoch IN EINTRACHT absolviert wird:
  • Für die Fans, die nicht nach Leipzig fahren, wird in Braunschweig eine möglich breit angelegte Alternative zum gemeinsamen Fußballgucken („Public Viewing“) angeboten. Als Orte stehen das Stadion, der Schützenplatz und das Kennelbad zur Debatte.
  • Ab dem ersten Heimspiel gegen Heidenheim werden „Traditions“-Mottoshirts über Cattiva für 10 Euro verkauft, die am 13. September sowohl von den Fans in Leipzig vor Ort, als auch in Braunschweig gemeinsam getragen werden sollen. EIN FOTO DES SHIRTS FINDET IHR ANBEI:
    Wir nehmen ab sofort und bis Freitag, 1. August, unter fanratbraunschweig@fanpresse.de exklusive Vorbestellungen zu den Shirts an. Sie sind in allen gängigen Größen erhältlich, ihr könnt einfach eure gewünschte Stückzahl nennen und die Shirts dann beim HEIDENHEIM-SPIEL am Cattiva-Stand bezahlen und abholen!
  • Die Einnahmen werden dazu verwendet, das von Fans organisierte Public Viewing in Braunschweig mitzufinanzieren (Kosten: ca. 15.000 Euro). Eine besondere Form der Solidarität: Die Eintracht-Fanszene setzt ein breites Zeichen, sie fährt einerseits nach Leipzig und setzt in Braunschweig zugleich ein deutliches und bundesweit hörbares Protestzeichen. Bereits morgen gegen Sevilla werden hierzu Spendenboxen bereitstehen!
  • Natürlich ist auch jeder Eintracht-Fan, der ohnehin nicht nach Leipzig fahren würde, eingeladen in Braunschweig das Public Viewing mit zugucken. Es besteht die erstmalige und einmalige Chance, ein Eintracht-Punktspiel in Braunschweig gemeinsam live zu schauen!
  • Möglich wird dies aber nur, wenn ..
    .. so viele Mottoshirts wie möglich verkauft werden!
    .. genug Spenden für das Public Viewing gesammelt werden!
    .. genug „Interesse“ hieran besteht: Werdet Mitglied in der betreffenden Facebookgruppe (https://www.facebook.com/events/243061285893222 / Suchbegriff: “13.09.14 – In Eintracht gegen Red Bull”) oder tragt euch hier in einen Newsletter ein, der demnächst auf der FanPresse veröffentlicht wird. Nur wenn die Nachfrage die Kosten decken kann, kann das gemeinsame Fußballgucken durchgeführt werden! Tragt es an alle Freunde und Fans weiter, nur gemeinsam erreichen wir dieses Ziel!

Der FanRat begrüßt diese Ergebnisse absolut: Wir Eintracht-Fans haben die einmalige Gelegenheit, ein bundesweites Zeichen zu setzen. Wir zeigen in einer schwierigen Frage Einträchtigkeit, indem alle Interessen und Ideale befriedigt werden! Wir ermöglichen jedem Fan die Möglichkeit, seine Eintracht zu sehen (live im Stadion oder live in Braunschweig)! Und wir setzen mit der gemeinsamen T-Shirtaktion und Doppelspieltag ein dickes Ausrufezeichen gegen Kommerz und Vereine wie RB Leipzig!

Nutzt diese Chance! Schreit euch in Leipzig die Kehle aus dem Hals – UND unterstützt den gemeinsamen Protest!

TV-Tipp: Die MDR-Sendung „Sport im Osten“ möchte am 2. August einen Beitrag über den Braunschweiger Protest bringen.

Spenden: Eintracht ist alles e.V.
Kontonummer: 200524973
Bankleitzahl: 250 500 00
IBAN: DE55 2505 0000 0200 5249 73
BIC: NOLA DE 2HXXX
Bank: Braunschweigische Landessparkasse
Verwendungszweck (wichtig): RB Leipzig