Nachdem unsere Eintracht zuletzt mit einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro belegt worden ist, möchten auch wir dies als Anlass nehmen, zu der Pyrotechnik-Thematik und den Böllerwürfen der letzten beiden Heimspiele Stellung zu beziehen und einen Appell an die Eintracht-Fans zu richten:

Der FanRat Braunschweig verurteilt das Werfen von Böllern in Fußball-Stadien mit aller Deutlichkeit! Als Unterstützer der Kampagne “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren!” setzen wir uns für den sinnvollen Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen ein und bauen auf einen konstruktiven Dialog mit den Verantwortlichen. Böller im Eintracht-Stradion, wie zuletzt gegen Aue und St. Pauli torpedieren diesen Dialog sprichwörtlich!

In dem Zünden von Böllern sehen wir nicht den vermeindlichen “emotionalen Ausdruck” von Pyrotechnik. Vielmehr sehen wir hier auch eine Gefahr für den gesundheitlichen Schutz der eigenen Fans: Knalltraumata, sowie kurz- und langfristige Einschränkungen des Hörvermögens, sind nur wenige der möglichen gesundheitlichen Folgen solch unkontrollierbarer Aktionen. Wir beführworten daher die konzeptionelle Entwicklungen regional anwendbarer Strategien zur legalisierten und sicheren Verwendung pyrotechnischer Gegenstände. Hierzu zählen beispielsweise bengalische Fackeln, bunte Rauchtöpfe o.ä.

Vorreiter in dieser Thematik ist die Kampagne “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren”, welche in Braunschweig insbesondere durch die Ultras von “Cattiva Brunsviga” und bundesweit von vielen anderer Fangruppen und Vereinen gestaltet und getragen wird. Diese arbeiten mit Hochdruck an einer einvernehmlichen Lösung aller beteiligten Parteien (u.a. Vereine, Feuerwehr, Verband, Polizei und Fans) und distanzieren sich ebenso wie wir von weder optisch, noch akustisch angenehmen und unbeliebten Kanonenschlägen und Böllern. Der Einsatz solcher Gegenstände ist Wind auf die Mühlen unserer Kritiker und könnte neben den Gefahren für uns Fans auch schlichtweg ein Scheitern der Kampagne zur Folge haben!

Wir fordern daher alle Braunschweiger Fans mit Nachdruck dazu auf, das Werfen von Knallkörpern zu unterlassen, da diese lediglich zu Gefahrensituationen und unnötigen Strafen durch Polizei und Verband beitragen. Wir wissen, dass eine große Masse der Eintracht-Fans dies genauso sieht und hoffen daher auf eine Art “Selbstregulierungsprozess” innerhalb der Fankurve, welche nun zeigen kann, dass sie sich selbst unter Kontrolle hat und verantwortungsbewusst gegenüber Störenfrieden agiert!

FanRat Braunschweig am 16.09.2011