Die maßgebenen Verbände des deutschen Fußballsports steigen mit dem heutigen Tag endgültig aus der Diskussion im die Legalisierung von Pyrotechnik aus. In einer Stellungnahme erklärten beide eine “klare Absage” an die Fanvertreter und signalisierten im krassen Gegensatz dazu sogar die Bereitschaft, zukünftig mit Polizei und Politik noch intensiver an Sicherheitskonzepten zu arbeiten.

Wir als FanRat und FanPresse Braunschweig, die den konstuktiven Dialog seitens der Fans mit den zugehörigen Sicherheitsinstitutionen stets unterstützt und gefördert haben, bedauern diese Entscheidung der Verbände. Wir hatten gehofft, dass diese wohl einmalige Chance zu einer zufriedenstellenden Lösung für alle Beteiligten ausgehen würde und blicken jetzt gespannt in die Zukunft: Wir hoffen, dass beide Seiten trotz Enttäuschungen und den u.U. emotionalen Debatten der letzten Tage einen kühlen Kopf bewahren und weiter zum Wohle der deutschen Fankultur agieren. Wir appellieren an den DFB, sich seiner Verantwortung auch gegenüber den Ultraszenen zu besinnen und sie trotz der gescheiterten Pyro-Kampagne weiter als wichtigen Teil der Fanszene zu akzeptieren und sie nicht durch einseitige Politik auszugrenzen. Der heutige Tag mag vermutlich ein Ende in den Verhandlungen um die Legalisierung von Pyrotechnik bedeutet haben – er darf aber kein Anfang für eine nun konstruierte Sicherheitshysterie werden, sondern sollte eine Rückbesinnung auf unser aller gemeinsamen Antrieb bedeuten: den Fußballsport und seine Emotionen.

FanRat Braunschweig am 02.11.2011

Kontakt: Robin Koppelmann, FanPressesprecher