Pressemitteilung vom 10. März 2020

Angesichts der drohenden Auswirkungen des Coronavirus auf den Spielbetrieb der 3. Liga fordert der FanRat Braunschweig e.V., Geisterspiele zu vermeiden und – sollte es aufgrund der Virus-Ausbreitung nötig werden – Spiele vielmehr zu verlegen: „Insbesondere die Vereine der Ligen drei und tiefer sind existenziell auf die Ticket-Einnahmen angewiesen. Geisterspiele, die entsprechende Ticketeinbußen bedeuten würden, sind hier aus unserer Sicht keine Lösung“, heißt es in einer Erklärung des FanRat-Vorstandes. „Zudem haben viele Fans bereits viel Geld in Dauerkarten investiert und entsprechend ein Anrecht, ihre Mannschaft auch live im Stadion zu sehen. Es sollten entsprechend alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, damit die Fans diese Spiele auch sehen können – im Zweifel zu einem späteren Zeitpunkt.“ Entsprechender Spielraum sei gegeben, da die 3. Liga nicht von Ansetzungen im Europapokal oder DFB-Pokal unterhalb der Woche betroffen sei.

Das Beispiel der italienischen Serie A, wo nach einigen Ligaspielen ohne Zuschauer nun der gesamte Spielbetrieb ruht, habe zudem gezeigt, dass Geisterspiele keine dauerhafte Lösung sind: „Natürlich hat die Gesundheit der Zuschauer oberste Priorität. Wir appellieren dennoch an die Verbände und unsere Eintracht, mit Augenmaß zu handeln und sich zur Not für eine temporäre Unterbrechung des Spielbetriebs einzusetzen, zuvor jedoch alle anderen Optionen wie das Aufstellen von Desinfektionsständen auszuschöpfen. Denn eines ist auch klar: Heimspiele im Eintracht-Stadion ohne Fans sind auch für die Spieler nicht vergleichbar mit gut gefüllten Rängen an der Hamburger Straße“, so der FanRat-Vorstand abschließend.

pdf Drohende Coronavirus-Auswirkungen: FanRat-Vorstand fordert Spielverlegungen statt Geisterspiele in der 3. Liga